CT-gesteuerte Ablationen

CT-gesteuerte Ablationen

Eingriffsspezifische Besonderheiten

  • CT-gesteuerte Ablationen kommen zur Behandlung von malignen oder benignen Tumoren von Niere, Leber oder Knochen zum Einsatz
  • Hierbei wird perkutan, CT-kontrolliert eine Sonde in den Tumor geschoben
  • Die hypertherme Ablation erfolgt mittels Radiofrequenz- oder Mikrowellenablation
  • Bei der Radiofrequenzablation wird das Gewebe direkt während 5-60 Minuten auf 70-90 °C aufgeheizt
  • Bei der Mikrowellenablation erfolgt die Aufheizung auf bis zu 150°C indirekt über eine Wechselwirkung der elektromagnetischen Strahlen mit Wassermolekülen
  • Für die präzise Navigation der Sonden sind mehrfach CT-Sequenzen in Apnoe nötig (expiratory hold)

Anästhesieverfahren

  • Standardverfahren ist eine ITN aufgrund der wiederholten Apnoesequenzen
  • Ein- und Ausleitung in einer OP-Vorbereitung (damit CT nicht zu lange blockiert wird)
  • Propofol und Transportrespirator für den Transport bereitstellen
  • Arterie bei Bedarf

Installationen

  • Respirator mit langen Schläuchen (3.2 Meter)
  • 2 Vfl mit Verlängerung
  • Arterie bei Bedarf

Anordnung

Niereneingriffe

  • Seitenlage mit Vakuummatraze
  • Cave: Armlagerung

Lebereingriffe

  •  Rechte Seite mit Keil leicht angehoben

Postoperativ

  • AWR
  • Überwachung aufgrund der Gefahr von Nachblutungen in den Organen
Mitwirkende Autor/innen

Verantwortlicher Author
Dr. med. Christian Salis
Oberarzt Anästhesie
Dr. med. Ivo Besmer
Leitender Arzt Anästhesie