PNS (Perkutane Nephrostomie)

PNS (Perkutane Nephrostomie)

Indikationen

  • Nierensteine oder Kompression durch Tumore können zu einer gestauten Niere führen
  • Unbehandelt kann es zur Urämie bis hin zu einer Urosepsis kommen
  • In einigen Fällen wird eine Nephrostomie (Perkutane Nierenfistel) zur antegraden Pyelographie oder Druckmessung im Bereich des Nierenbeckens angelegt
  • Die Nephrostomie kann auch als Vorbereitung für die spätere Harnableitung bei einer Zystektomie dienen

Anästhesie

  • Standartmonitoring, 1 VF
  • Meist in LAS
  • Alternativ in Allgemeinanästhesie oder Regionalanästhesie
  • Bei Regionalanästhesie (spinal / epidural) ist ein Niveau von mindestensTh5 erforderlich
  • Paravertebralblock oder Interkostalblock mit Sedation

Operation

  • Bei der perkutanen Nephrostomie wird mit einer dünnen Nadel das Hohlsystem der gestauten Niere ultraschallgesteuert punktiert und eine Ableitung nach aussen eingelegt
  • Röntgenkontrollen
  • Kontrastmittel

Lagerung

  • Rückenlage und seitlich angehoben
  • Bauchlage (grosse Knierolle unter dem Bauch)
    • PNS rechts: Anästhesiestandort wie gewohnt unter dem Deckenpendel
    • PNS links: Anästhesiestandort am Fenster (Respiratorposition ändern)

Postoperatives Management

  • AWR (falls OP mit Anästhesie)
  • Schmerztherapie
    • Dafalgan fix, Novalgin fix, Oxynorm in Reserve
Mitwirkende Autor/innen

Verantwortlicher Author
Dr. med. Peter Christen
Co-Chefarzt Anästhesie