Achtung:
SOP zu 5-ALA wurde überarbeitet und durch Abschnitt Nebenwirkungen ergänzt
07. Juli 2026
Dr. med. Roland Steinmann
Oberarzt mbF Anästhesie , (Leiter Fachbereich HNO/MKG und NCH)
5 – ALA zur Tumormarkierung in der Neurochirurgie
Substanz
5-ALA-HCL (5-Aminolävulinsäure HCL)
Substanz liegt in Pulverform vor
Die Spitalpharmazie stellt die Dosierung gewichtsspezifisch für jeden Patienten her (20mg/kg KG)
4-2h vor der Anästhesie wird das Pulver in 60ml Leitungswasser aufgelöst und vom Patienten peroral eingenommen
Indikation
Fluoreszenzgesteuerte Resektion von Gliomen zur Verbesserung der intraoperativen Tumorvisualisierung
Wirkprinzip
5-ALA wird oral verabreicht und in Tumorzellen zu Protoporphyrrin IX metabolisiert. Dieses akkumuliert selektiv in Tumorzellen und fluoresziert rot (630-720 nm) unter blauem Licht (375-440 nm), wodurch Tumorgewebe vom gesunden Hirnparenchym unterschieden werden kann.
Kontraindikationen
Porphyrie (angeboren oder erworben) oder Porphyrie in der Familienanamnese
bekannte Überempfindlichkeit gegen 5-ALA oder Porphyrine