Ohr-Operationen

Ohr-Operationen

Eingriffsspezifische Besonderheiten

  • Meist Elektivoperationen bei sämtlichen Altersklassen
  • Gute Aufklärung von tauben oder stark hörgeminderten Patienten mit genauer Erklärung insbesondere der Ausleitungsphase
  • Teilweise Verwendung des Neurosigns® durch HNO

Zu den Eingriffen zählen:

  • Tympanoplastik (TPL)
  • Stapesplastik
  • Cholesteatom
  • Chochleaimplantat (CI): BAHA (Bone anchored hearing aid)
 Bei CI oder BAHA nur bipolaren Kauter, bis max. 1cm an das Implantat heran. Kein monopolarer Kauter!
  • Mastoidektomie (ME)
  • Mastoidoepitympanektomie (MET)
  • Otopexie

Anästhesieverfahren

  • ITN oder LA Standby, wird durch Operateur festgelegt
  • Gerader Tubus (Rüesch) wird im Mundwinkel auf der Gegenseite festgeklebt
  • RAE Tubus bei beidseitiger Ohrenoperation
  • Venflon rechts, Blutdruckmanschette auf der Gegenseite der zu operierenden Seite
  • TIVA
  • Kein Type & Screen

Narkoseführung

Bei Stapesoperationen 2ml Blut beim Venflonlegen abnehmen und an TOA übergeben
  • Antiemetikaprophylaxe gemäss Standard
  • LA durch Operateur
  • Falls der Neurosign® verwendet wird , keine Nachrelaxation (braucht mind. 2 Twich im TOF)
  • Schonende Extubation möglichst unter Vermeiden von Husten und Pressen
  • Gabe von Lidocain, evtl schlafende Extubation (Bedingungen: einfache Maskenbeatmung und Intubation, kein Reflux)

Postoperatives Management

  • AWR
  • Schmerztherapie nach Standard
Mitwirkende Autor/innen

Verantwortlicher Author
Dr. med. Roland Steinmann
Oberarzt Anästhesie, (Leiter Fachbereich HNO/MKG)